6m Amateurfunkband

Heute habe ich mal (von zu Hause) über die Bänder gedreht und das erste Mal überhaupt jemanden auf 6m (50 MHz) gehört. Ich habe mich gefragt, wie das wohl wäre, wenn ich 6m von einem Berg aus machen würde. Die regelmäßigen Leser meines Blogs wissen, dass ich meist SOTA, GMA oder DLFF mache. Als erstes habe ich also im Internet einen aktuellen Bandplan gesucht. Der aktuellste befindet sich auf der DARC-Website und ist von Februar 2016. Im Bandplan selbst steht nichts dazu, ob eine Nutzung von einer "nicht-(orts)festen Station" aus erlaubt ist. In der DARC-Facebookgruppe wurde ich jedoch auf die Mitteilung Nr. 34 / 2016 (Amateurfunkdienst; Nutzung des Frequenzbereichs 50,03 – 51 MHz) hingewiesen. Diese regelt ganz klar, dass Portabelbetrieb in DL derzeit auf 6m nicht gestattet ist. Außerdem beträgt die maximale Senderausgangsleistung 25W und es darf nur horizontal abgestrahlt werden. Eine telefonische Erreichbarkeit ist derzeit nicht mehr erforderlich.

In diesem Blogbeitrag (meinem ersten auf dieser Seite) werde ich mich mit der Frage beschäftigen, ob ein sog. SWL (Short-Wave-Listener, deutsch: Kurzwellenhörer) nur Funkscanner bzw. Radios benutzen darf, oder ob diese Person einfach einen regulären Amateurfunktransceiver (Empfänger und Sender) benutzen darf. Die direkte Verwendung eines sendefähigen Transceivers macht Sinn, wenn man z.B. ohnehin die Amateurfunkprüfung ablegen will. Weiterhin gibt es auch Personen, welche historische Geräte oder Geräte bestimmter Hersteller mögen, bzw. sammeln. In der Regel sind auch die Empfänger in den Amateurfunk-Transceivern empfindlicher, so dass es wirklich gute Argumente für die Verwendung dieser Geräte gäbe, wäre die Verwendung für "Nich-Lizenzierte" erlaubt. Ausgangspunkt für diesen Beitrag war ein Post in der Facebook-Gruppe des "Deutscher Amateur Radio Club e.V.". In diesem Post wurde vieles geschrieben, die rechtlichen Grundlagen waren jedoch weitgehend unbekannt. Schauen wir uns also die rechtlichen Grundlagen an.

Fernmeldegesetz (FMG)

In der o.g. Gruppe wurde dem Betroffenen direkt ein Verstoß gegen das Fernmeldegesetz (FMG) vorgeworfen. Das Fernmeldegesetz war bis 1997 der Vorläufer des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Seit 1. August 1996 gilt das TKG. Eine Anwendung des Fernmeldegesetz (FMG) kommt daher nicht in Frage.