JT65: DR60SAL nicht möglich

Im Monat März war ich als Digimode Operator für unser Sonderrufzeichen DR60SAL eingeteilt. Darauf hatte ich mich schon sehr gefreut und ich war mir auch sicher, dass das Rufzeichen von der Länge her kein Problem darstellt. Nachdem ich dann ein paar Mal CQ gerufen hatte, kam schnell die Ernüchterung. Niemand konnte mich decodieren. Ich schnappte mir also die Anleitung zu JT65 und schaute mich auch in den Usergroups und in der Facebook-Gruppe um. Sonderrufzeichen mit mehr als einer Zahl, sowie mehr als 3 Buchstaben im Suffix werden nicht unterstützt. Nur durch diese standardisierte Abfolge können die Signale “tiefer” als bei anderen Betriebsarten decodiert werden. Das hat natürlich Vorteile bei schwachen Signalen. Die Software kann also quasi erahnen was da jetzt kommt und so hilft die Software natürlich massiv bei der Fehlerkorrektur.

DP1POL auf 20m in JT65

Letzten Freitag (24.02.2017) ist mir auf 20m endlich ein Kontakt zu Felix, DP1POL in der Antarktis gelungen. Felix ist dort als Elektroingenieur auf der Neumayer-Station III Forschungsstation tätig und funkt glücklicherweise ab und zu von dort. Die Neumayer-Station III benannt nach dem Geophysiker Georg von Neumayer, ist eine deutsche Polarforschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts. Ich habe mehrere Tage hintereinander versucht zu Felix durchzukommen. Wenn ich DP1POL gehört hatte, wurde ich lt. PSKreporter aber nicht von Felix gehört. Und wenn ich dann später CQ gerufen habe, wurde ich zwar in der Antarktis gehört, aber DP1POL habe ich nicht auf meinem Bildschirm gesehen. Am Freitag hat es dann doch geklappt. Obwohl die MUF hier in Deutschland bereits auf 11.5 MHz war, konnten wir uns beidseitig hören. Später habe ich die Screenshots in der JT65 Facebook-Gruppe gepostet, worauf mir Felix, DP1POL sogar geantwortet hat.

20m Indoor Loop nach PD7MAA

Der ein oder andere Leser hier weiß, dass ich in der Innenstadt in Saarbrücken wohne und keinen Garten oder gar eine Außenfläche zum Aufbauen von Antennen habe. Ich probiere daher ständig herum und finde so auch immer wieder spannende Sachen heraus. Durch Zufall kam ich auf den Beitrag von John, PD7MAA bei QRZ.com. John berichtet auch auf seiner Website über viele interessante Antennen, welche sich allesamt mehr oder weniger leicht nachbauen lassen. Spannend fand ich eine Loop, welche einfach mit Reißnägeln an der Wand befestigt wird. Da ich ohnehin von zu Hause ohnehin fast ausschließlich schmalbandige Betriebsarten wie JT65 und JT9 mit kleiner Leistung mache, habe ich die Antenne nachgebaut. Der Aufbau dauerte keine 30 Minuten. Eine Wunderantenne ist es nicht, aber ich wurde in ganz Europa und Nordamerika mit 5W gehört und konnte sogar Spanien (EC1DBO) arbeiten.

Mein Funkrucksack am Bartenberg

Obwohl der Bartenberg (GMA Referenz: DA/SR-051) mehr oder weniger mein Hausberg ist, war ich nun erst zum 2. Mal da, um ihn zu "befunken". Das letzte Mal war ich als DO'ler 2015 vor Ort und fand das damals nicht besonders gut. Etwas über ein Jahr und 60 SOTA-Aktierungen später hatte sich meine Ausrüstung erheblich verbessert und so wollte ich an dem Tag primär nur meinen Esbit-Kocher testen. Die Bedingungen waren dann aber grausam, so dass es mir fast nicht gelang, 4 QSOs zu führen. Besonders danken möchte ich DL1DVE, DL6UHA, IZ5CPK (40m) und DO4EJ (2m). Auf jeden Fall kann ich jedem im Winter nur empfehlen, einen solchen Esbit-Kocher mitzunehmen. In ca. 5 Minuten hatte ich so eine heiße Tasse Instant-Kaffee. Das hört sich nicht so spektakulär an, wenn man aber mehrere Stunden bei -5 °C unterwegs ist, dann weiß man das erst zu schätzen. Der Esbit-Kocher ist nun, zumindest in den kalten Monaten, fester bestandteil des Funkrucksacks.

Baofeng UV-82L Test

Ich habe mir vor ziemlich genau 1,5 Jahren ein Baofeng UV-82L gekauft. Es handelt sich dabei um ein billiges China Handy, welches aber recht gut und robust aussieht. Gekostet hat es ca. 30 Euro bei Amazon. Eigentlich kann man für das Geld ja nichts erwarten, aber ich war schon mit meinem Baofeng UV-5R und BF-888S sehr zufrieden. Klar meine Yaesu Geräte sind irgendwie hochwertiger vom "look-and-feel" - aber der Preis ist doch unglaublich. Ich schiebe diesen Beitrag schon über ein Jahr vor mir her. Heute schreibe ich einfach mal das Grundgerüst und nach und nach werde ich Inhalte einbinden. Ähnlich wie bei meinem Beitrag über das BF-888S, welcher nun schon über 15.000 Hits und viele Kommentare hat. Grundsätzlich gilt erst einmal das Gleiche wie bei dem BF-888S. Der Betrieb "out-of-the-box" ist in Deutschland erst einmal für alle illegal. Es ist absolut verboten, sich zwei Stück zu bestellen und los zu funken. Der Grund ist, dass die programmierten Frequenzen nicht für die Allgemeingeit freigegeben sind.

SOTA DM/BW-093 Farrenkopf

Der Farrenkopf (SOTA DM/BW-093) war der dritte Berg am zweiten Tag. Ich musste mich ziemlich beeilen, da ich mich mit Hans, PB2T noch auf dem "Großer Hundskopf", DM/BW-066 treffen wollte. Ich habe also direkt in der Aktivierungszone aufgebaut und hatte nicht mal Zeit die Aussicht von der Hütte zu genießen. Ich bin ca. 2,5km vom Parkplatz auf den Berg rauf, habe dann 15 QSOs in 12 Minuten gemacht und bin die 2,5km zurück zum Auto. Als ich wieder im Auto saß, war ich nass geschwitzt. Ich fuhr direkt die ca. 30km zu Berg vier. Am Parkplatz vom Großen Hundskopf angekommen, musste ich dann weitere 3km mit ziemlicher Steigung zurück legen. Unterwegs musste ich dann ca. 5 Minten Pause machen, ich konnte den Rucksack kaum noch tragen. Auf dem vierten Berg traf ich dann kurz vor Einbruch der Dunkelheit ein. Hans, PB2T hatte schon seine QSOs voll, ich habe dann fix 4 QSOs nach Kanada, Schweden, Irland und Portugal gemacht.