Mittlwellensender Heusweiler DeutschlandfunkvAm Freitag, 03.07.2015 hatte ich die Möglichkeit, den Mittwelwellensender Heusweiler (400kW auf 1422 kHz) zu besichtigen. Der Sender Heusweiler ist ein Mittelwellensender des Saarländischen Rundfunks nördlich von Heusweiler. Er war der stärkste Mittelwellensender der ARD mit einer maximalen Sendeleistung von 1200 kW. Die Besichtigung wurde vom DARC Ortsverband Q08 Sulzbach-Fischbachtal organisiert. Reinhard Donie, ein Diplom-Ingenieur (Nachrichtentechnik) vom SR, nahm sich viel Zeit und beantwortete alle unsere Fragen. Wir konnten uns alles anschauen und auch den alten Röhrensender betreten. Der Sender Heusweiler war der leistungsfähigste Mittelwellensender in Deutschland und der stärkste Sender der ARD. Von 1973 bis 1994 diente der Sender zur Verbreitung des Programms der Europawelle Saar des Saarländischen Rundfunks auf der Frequenz 1421 kHz bzw. (ab 23. November 1978) 1422 kHz, das tagsüber mit der vollen Leistung von 1200 kW und nachts mit 600 kW ausgestrahlt wurde. Seit 1994 wird über diesen Sender das Programm des Deutschlandfunks verbreitet. Die Sendeleistung wurde zunächst ganztags auf 600 kW reduziert. Im Februar 2008 wurde der Röhrensender aus dem Jahr 1973 durch eine volltransistorisierte Anlage (TRAM/P 400) von Transradio Sendersysteme Berlin mit einer Trägerleistung von 400 kW ersetzt. Der Sender ist für DRM-Betrieb (200 kW) vorbereitet. DeutschlandRadio und der SR nahmen diesen neuen Mittelwellensender am 15.05.2008 in Heusweiler offiziell in Betrieb. Der Sender besteht aus zwei TRAM 200 Sendern, einer Parelleling Unit (PU), eines Ergänzungsnetzwerks (ENW) und eines digitalen Exciters DRM DMOD2. Der Sender TRAM/P 400 verfügt über eine Trägerleistung von 400 kW im AM. Zum 31. Dezember 2015 soll die Ausstrahlung des DLF über diesen Sender eingestellt werden. Der Saarländische Rundfunk hat Ende 2005 in Heusweiler einen zweiten Mittelwellensender für sein Informationsprogramm Antenne Saar in den Tagstunden in Betrieb genommen. Hierzu wird die ehemalige Reservesendeanlage für die Frequenz 1422 kHz genutzt. Dieses Programm wird auf der Frequenz 1179 kHz mit einer Leistung von 10 kW ausgestrahlt. Seit 2. November 2009 ist der Sender rund um die Uhr in Betrieb. In der Innenstadt Saarbrücken empfange ich, an meinem Yaesu FT-817 mit 10m Draht, tagsüber  das Signal des 10 kW-Senders 1179 kHz mit S8, das des 400 kW-Senders 1422 kHz mit S9++.

Sender Göttelborner HöheAm Samstag, 20.06.2015, kam ich der Einladung des DARC Ortsverband Q08 Sulzbach-Fischbachtal nach und begab mich zur Göttelborner Höhe, ca. 12 km nördlich von meinem Heimat-QTH in Saarbrücken gelegen. Mehrere Antennenarten wurden auf dem Fieldday-Gelände von Q08 auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft. Dabei wurde die Antennen-Abstrahl-Richtung und Höhe bei jedem Antennentyp verändert. Mehrere Empfangsstationen in Deutschland und dem Ausland (z.B. Leif – PT2ZXR in Brasilien) gaben sodann Ihre Rapporte ab. Es gelang u.a. ein QSO mit Leif auf 15m, nachdem es auf 10m leider nicht funktioniert hat. Die Ergebnisse der Nutzung der unterschiedlichen Antennenarten werden nun ausgewertet und später von Q08 veröffentlicht. Während der Experimente wurde über Echolink via DB0SR Kontakt zu PT2ZXR in Brasilien gehalten.

QSL Karten DO1JC AmateurfunkMeine QSL-Karten kamen diese Woche bei mir an. Ich habe die Karten komplett selbst gestaltet. Die Vorderseite habe ich mit Gimp erstellt und die Rückseite mit Inkscape. Beide Programme sind kostenlos. Das Motiv habe ich selbst fotografiert, um urheberrechtliche Streitigkeiten zu vermeiden. Bei dem Motiv handelt es sich um eines der Wahrzeichen meines Heimat-QTHs. Es ist die Ludwigskirche in Saarbrücken. Die Karten habe ich als PDF-Dateien (beide Seiten separat) online zu Flyeralarm hochgeladen und im DIN-A6 Format bestellt. 1.000 Karten haben inkl. Versand 25 Euro gekostet. Wenn man die QSL-Karten so erstellt, spart man eine Menge Geld, man hat aber "nur" DIN-A6. Lt. DARC QSL-Karten "Anleitung" ist das zumindest okay. In meinem Ortverband (Q01 - Saarbrücken) wurde mir jedoch für die nächste Bestellung zum Weltpostkartenformat geraten. Dies liegt einfach daran, dass die meisten Karten das Weltpostkartenformat (ca. 8,5 cm x 13,5 cm) haben und somit, wenn z.B. zur Kartenausgabe mehrere Karten gebündelt werden, die größeren QSL-Karten geknickt werden können. Ich habe 170g / m² Papierstärke bestellt. Dies ist in der Praxis jedoch ziemlich dünn und könnte "dicker" sein. Im DARC-Leitfaden wird 170g/m² - 220g/m² empfohlen. Beim nächsten Mal werde ich also das Weltpostkartenformat mit 220g/m² bestellen, dann aber mit DK-Rufzeichen. :-)

Portabel QRV Litermont Saarland Kurzwelle AmateurfunkIch habe den Feiertag am 04.06.2015 (Fronleichnam) genutzt, um das erste Mal portabel auf Kurzwelle QRV zu sein. Dazu bin ich mit der YL auf den Litermont (DM/SR-035) im Saarland gewandert. Die 414 m hohe Erhebung des Litermonts liegt nordöstlich von Dillingen/Saar, zwischen den Ortschaften Düppenweiler, Nalbach und Hüttersdorf. Die Erhebung ist, wie z. B. auch der Schaumberg bei Tholey, eines der zahlreichen Zeugnisse des permischen Vulkanismus im Bereich des heutigen Saar-Nahe-Berglands. In Sichtweite des Gipfelkreuzes steht ein seltenes technisches Denkmal, der Original-Nachbau eines Optischen Telegrafen. Dieser gehörte einst zur ersten optischen Staats-Telegraphenlinie Deutschlands (Strecke Metz-Mainz, Linienlänge 225 km) nach dem System von Claude Chappe, die 1813 im Auftrag Kaiser Napoleons errichtet wurde. Ich habe einen Dipol für 10m gebaut und diesen zwischen 2 Bäumen in ca. 1,5m montiert. Es gelangen mir sofort 2 QSOs nach Kroatien (9A7PJT/QRP & 9A8DX).

Router Störungen QRM 15m Band Kabel DeutschlandIch wohne in einer Stadtwohnung zur Miete und kann keine riesigen Antennen aufbauen. Daher habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, auf 80m QRV zu sein. Da auf 10m aktuell nicht viel los ist, blieb für mich als DO'ler nur noch das 15m Band übrig. Ich habe also nach einer einfachen Antenne gesucht und bin auf den Dipol gestoßen. Meine Antenne habe ich nach einer Anleitung im Internet gebaut und das Material hat keine 2 Euro gekostet. Ich war sofort begeistert. Mir sind nun schon einige weltweite QSOs gelungen seit ich diesen einfachen Dipol gebaut habe. Allerdings funktioniert mein Internet nicht mehr, wenn ich funken will. Das ist sehr nervig, gerade was die Logs, QRZ.com und den DXCluster angeht. Ich ziehe immer den Stecker meines Kabelrouters (Hitron 30360 von Kabel Deutschland) raus. Wenn ich das nicht mache, habe ich S8 QRM nur auf 15m. Das liegt wohl daran, dass meine Antenne auf 15m abgestimmmt ist. Leider hat eine provisorische Abschirmung mit Alufolie bisher nicht geholfen. Wenn ich den Kabelrouter in ein anderes Zimmer stelle, sind die Störungen weg. Das Internet funktioniert dann trotzdem nicht, da ich all meine Kabel nicht "umlegen" kann. Der Dipol liegt genau auf dem Dach unter welchem der Kabelrouter steht. Wer Tipps hat, kann mir gerne einen Kommentar hinterlassen, oder mich auf den anderen bekannten Wegen kontaktieren.

In diesem Blogbeitrag (meinem ersten auf dieser Seite) werde ich mich mit der Frage beschäftigen, ob ein sog. SWL (Short-Wave-Listener, deutsch: Kurzwellenhörer) nur Funkscanner bzw. Radios benutzen darf, oder ob diese Person einfach einen regulären Amateurfunktransceiver (Empfänger und Sender) benutzen darf. Die direkte Verwendung eines sendefähigen Transceivers macht Sinn, wenn man z.B. ohnehin die Amateurfunkprüfung ablegen will. Weiterhin gibt es auch Personen, welche historische Geräte oder Geräte bestimmter Hersteller mögen, bzw. sammeln. In der Regel sind auch die Empfänger in den Amateurfunk-Transceivern empfindlicher, so dass es wirklich gute Argumente für die Verwendung dieser Geräte gäbe, wäre die Verwendung für "Nich-Lizenzierte" erlaubt. Ausgangspunkt für diesen Beitrag war ein Post in der Facebook-Gruppe des "Deutscher Amateur Radio Club e.V.". In diesem Post wurde vieles geschrieben, die rechtlichen Grundlagen waren jedoch weitgehend unbekannt. Schauen wir uns also die rechtlichen Grundlagen an.

Fernmeldegesetz (FMG)

In der o.g. Gruppe wurde dem Betroffenen direkt ein Verstoß gegen das Fernmeldegesetz (FMG) vorgeworfen. Das Fernmeldegesetz war bis 1997 der Vorläufer des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Seit 1. August 1996 gilt das TKG. Eine Anwendung des Fernmeldegesetz (FMG) kommt daher nicht in Frage.